Wenn ich über die Erfolge aus den Beratungen erzähle (anonym und nie im Detail) strahle ich. Oft kommen schon die Tränen, weil ich einfach so glücklich bin, wenn ich sehe, wie andere selbstwirksam sind und ihr Leben in die Hand nehmen. Diese Veränderungen passieren meist schon nach 1–2 Sitzungen. Ich bin immer wieder erstaunt, wie schnell sich manche Themen lösen können.
Genauso gibt es aber Menschen, die auch nach 10 Sitzungen nur minimale Veränderungen bemerken. Es ist nicht so, dass sie sich nach den Sitzungen nicht besser fühlen würden oder gar nichts passiert, aber es geht nur im Schneckentempo voran.
Woran liegt dieser Unterschied? Wie können wir das meiste aus den Beratungen rausholen?
Erwartungen
Deine Haltung beeinflusst den Erfolg, den du erzielst. Wenn du mit bestimmten Erwartungen kommst und daran festhältst, machst du dir den Weg selbst schwer:
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Ich erlebe oft, wie jemand etwas festhalten oder retten wollte und nach der Beratung genau das Gegenteil passiert ist, weil im Alltag mehr herausstach, was nicht passt.
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Es passiert in der Beratung auch oft, dass nach Antworten gefragt wird: Was empfiehlst du? Wie würdest du es machen? Was denkst du darüber? Ehrlich gesagt wird dir meine Meinung nicht weiterhelfen. Wenn du fertige Lösungen erwartest, wirst du in der Beratung enttäuscht.
- Du willst dein Problem sofort lösen. Aber manchmal ist das Ergebnis der Beratung schlicht, dass dein Leben gerade zum K… ist und es darum geht, das erst einmal bewusst zu werden. Ja, Veränderung kommt. Aber der erste Schritt sieht oft anders aus, als man denkt.
- Du kommst mit einem Problem und willst genau dafür eine Lösung. Spannenderweise ist das Problem selten das, woran wirklich zu arbeiten gilt. In der Beratung öffnen sich oft ganz andere Themen, die die eigentliche Aufmerksamkeit brauchen. Verschließt du dich, kommen wir keinen Deut bei deinem jetzigen Problem weiter. Nur wenn du deinem Unbewussten die Führung überlässt (auch wenn dich überrascht, was auftaucht) kannst du wirklich viel aus jeder Sitzung herausholen.
- Du willst Schmerz, Trauer und Wut vermeiden und alles Unangenehme wegdrücken. Du möchtest einen Teil von dir abschneiden. Nur: In der Beratung wird genau das Gegenteil passieren. Es tauchen genau die Punkte auf, die dich hindern. Nur wenn wir sie anerkennen und transformieren können, kannst du wieder als Ganzes leben. Sie gehören zu dir genauso wie deine Erfolge und guten Erfahrungen.
Was hilft?
Bereitschaft
Die Menschen, die bei mir in kurzer Zeit Veränderung auch in ihrem Alltag erlebt haben, waren offen. Sie haben einfach zugelassen, was kommt, haben die Methoden ausprobiert und sich mitgeteilt. Ich merkte richtig, wie sehr sie wollen. Sie haben ihre Widerstände angenommen und damit gearbeitet. Viele sagten, dass sie während der Beratung extrem gefordert waren, aber danach ging es ihnen wesentlich besser.
Vor Kurzem habe ich mit einer Freundin gearbeitet: Sie war kurz davor aufzugeben, machte dann aber weiter. Am Ende fragte sie mich, ob schon jemand die Beratung abgebrochen hat. Ich sagte, dass viele kurz davor waren, dann aber doch blieben. Was ich allerdings schon getan habe: die Beratung zu beenden, weil mein Gegenüber nicht mitgemacht hat. Wenn jemand zumacht, bringt es einfach nichts.
Eine Klientin hat es einmal so ausgedrückt: Es ist wie ein Marathonlauf und ich bin die, die pusht. Und das stimmt wirklich. Ich bringe dich dazu, über deinen Schatten zu springen, auch wenn es ein extremer Kraftakt ist.
Selbstreflexion
Das ist kein Nice-to-have. Du bekommst meist Hausaufgaben, die dich dazu bringen, dich weiter mit dir selbst auseinanderzusetzen. Es ist wichtig, dass du dir selbst Fragen stellst:
- Was genau ist mein Thema?
- Was stört mich?
- Wie will ich damit umgehen?
- Was will ich erreichen?
- Was brauche ich?
- Was bedeuten meine Antworten für mich?
Es geht nicht darum, sofort Antworten zu bekommen. Aber durch die Fragen verändert sich dein Blick. Beobachte einfach, was die Fragen in dir auslösen. Das kann schon ganz viele neue Erkenntnisse bringen.
Du stärkst außerdem deine Wahrnehmung und bemerkst Dinge früher oder intensiver als vorher. Das ist zwar herausfordernd, aber es bringt dich früher zum Handeln und dadurch wirklich etwas voran.
Mein Einsatz
Ich hatte vor Kurzem eine Klientin mit einer Vorgeschichte, an der sie noch nicht gearbeitet hatte. In solchen Momenten geht es darum, zunächst ein positives Mindset, Selbstbewusstsein und Selbstwert aufzubauen. Das kann schon für sich extrem herausfordernd sein. Bei ihr haben wir trotz sehr sanfter Arbeit viele Tränen erlebt und die Arbeit hat einige Überwindung gekostet. Noch Monate später zehrt sie von unserer Sitzung (das kam als Feedback direkt von ihr).
Es kann aber auch sein, dass ich dich ständig provoziere. Ich triggere dich, weil das gerade der Weg ist, damit du eine Verbindung mit dir aufbauen kannst und damit auch mit mir. Das mache ich meist, wenn jemand einstudierte Antworten hat und sie automatisch immer wieder gibt. Ich reflektiere dann deine Reaktion und hole dich so heraus. Das funktioniert natürlich nur, wenn du dich darauf einlässt.
Was sich ebenfalls unterscheidet, ist der Methodeneinsatz. Die Arbeit mit dir wird anders sein als die mit deiner Bekannten, auch wenn ihr beide zu mir kommt. Und auch von Sitzung zu Sitzung kann es sich unterscheiden. Oft planen wir etwas für die nächste Sitzung, aber wenn du kommst, merke ich, dass es gerade etwas anderes braucht, und dann wechseln wir.
Was bedeutet das für die Zusammenarbeit?
Ich bin nicht für dich geeignet, wenn du beim Lesen gedacht hast: Das ist zu viel und du schon in den Widerstand gegangen bist.
Wenn du aber merkst, dass genau das das ist, was du brauchst, und du diesen Weg gehen willst, dann freue ich mich auf deine Nachricht.

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